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Volkstod

Demokratie, das ist der Tod - der Volkstod. Unter diesem Schlagwort fassen Rechtsextreme Vieles: Einwanderung, Integration, Abwanderung aus ländlichen Gebieten, den demographischen Wandel... Als Lösung der Probleme wird die Schaffung einer Volksgemeinschaft angeboten.
Neonaziaufmarsch am 1. Mai 2012 in Neubrandenburg

Im völkischen Denken stellt der Volkstod das Horrorszenario dar – der „Organismus“ würde sterben. Der Begriff wird bemüht, um einerseits eine Art bevorstehender Apokalypse als Drohkulisse zu inszenieren. Andererseits verweist er immer auch auf sein Gegenstück, die Volksgemeinschaft, die als Ausweg wahrgenommen werden soll.

Volkstod ist ein Schlagwort aus bevölkerungspolitischen Debatten Anfang des 20. Jahrhunderts – schon vor hundert Jahren hätten die Deutschen demnach kurz vor ihrem Untergang gestanden. Die Nationalsozialisten nahmen den Begriff später umfangreich in ihre Propaganda auf.

Heutige Rechtsextreme verwenden ihn in ähnlicher Weise. Unter Volkstod subsumieren sie Prozesse wie die demographische Entwicklung, die Abwanderung aus ländlichen Gebieten oder Deutschland als Einwanderungsgesellschaft. In ihrer Sicht sind dies Zeichen des Sterbens der völkischen Gemeinschaft.

Gleichzeitig greifen sie damit polarisierend reale Problemlagen auf – nicht als Herausforderungen einer Gesellschaft, sondern als „Beweis“ für deren Scheitern. Volkstod ist den Rechtsextremen Synoym für die Demokratie als Ganzes.

 


Auszüge aus: Daniel Krüger, Brauner Spuk? – Rechtsextreme in Südbrandenburg und was wir tun können. Eine Informationsbroschüre über Rechtsextremismus in der Region. Hg. Demos – Brandenburgisches Institut für Gemeinwesenberatung/ Mobiles Beratungsteam Cottbus (Dezember 2012)

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Kommentare

"Linke" die "den Volkstod

"Linke" die "den Volkstod lieben" sollten daran erinnert werden, dass es der Nationalsozialismus war, der in seinen Vernichtungslagern (Auschwitz, Majdanek, Treblinka usw....) den organisierten Volkstod betrieb. Wer mit solchen Parolen "wier lieben den Volkstod" um sich wirft, der setzt sich dem Nationalsozialismus gleich.
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Volkstod

Das nun auch die Linke diesen Begriff Volkstod auf ihre Losungen schreibt ist erstaunlich. Die Rechten wollen damit ausdrücken den Volkstod zu verhindern und die Linke schreibt "Me love Volkstod". Wenn der Rechtsextremismus weiter zunimmt, und mit solchen Losungen, Wir lieben den Volkstod, werden die Menschen nach rechts getrieben, bedeutet das ein totales Versagen der linken Kräfte. Wenn ich die Gegendemos, gegen rechts, sehe dann wird damit auch die Meinungsfreiheit der Andersdenkenden unterdrückt, denn dort sind nicht nur Rechtsextreme, sondern viele die mit der jetzigen Politik nicht mehr einverstanden sind und in den Linken sehen sie, ich auch, keine Alternative mehr zur gegenwärtigen Politik. Will mir mit den Gegendemos wieder jemand vorschreiben wie ich zu denken habe? Das hat man extrem in der DDR versucht. Ergebnis ist bekannt. Wie kommen denn die Demos und Gegendemos bei der Bevölkerung an? Schon mal nachgefragt. Auf Gegendemos wird dann von Weltoffenheit, von Toleranz gesprochen. Für wen Toleranz? - wieder nicht für Andersdenkende. Und wo ist die Weltoffenheit wenn die Linke schreibt "Wir lieben den Volkstod"? Das ist für mich wie ein Schlag gegen den Schädel. Zeigt doch einfach mal auf Demos für was ihr denn seid??? Z. B. könnte da mal stehen - Abzug der ausländischen Truppen aus Deutschland, Abzug der Atomwaffen, Ablösung des Besatzungsregime in D und damit volle Souverenität für D., damit die deutsche Regierung nicht mehr gezwungen werden kann die aggressive Politik der USA mit zu machen. Oder auch sofortige Beendigung des Krieges gegen Syrien, Jemen, u.a. Kriege der USA. Oder sofortige Streichung aller Schulden der Entwicklungsländer, damit sie sich aus der Schuldenfalle befreien können um eine eigene unabhängige Politik zu betreiben. Hat die Linke den Arsch in der Hose so aufzutreten? Ähnliche Forderungen findet man bei den Andersdenkenden. Dann könnte man bestimmt mit Andersdenkenden sogar sprechen und gemeinsam für solche Ziele kämpfen. Solange aber das Volk in Rechte und Linke eingeteilt wird, damit das Volk spaltet, richtige Feindschaft aufgebaut wird, das liegt im Interesse der aggressiven USA Politik zur Errichtung ihrer Weltherrschaft. Sprechen sie aber miteinander und demonstrieren eventuell unter gleichen Losungen, das käme der USA-Politik ganz und gar nicht gelegen. Jetzt betreibt die Linke wissend oder unwissend die Politik der USA auf vielen Gebieten. Solches Denken und das halte ich für vernünftig und im Interesse des ganzen Volkes, das vermisse ich bei den Linken. Das Volk soll entscheiden welche Gesellschaftsform es möchte. Eine Diktatur wie 1933 ist meines Erachtens mit diesen Volk nicht möglich.
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