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DVU

Die "Deutsche Volksunion" (DVU) war zeitweise die größte, später nach der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) die zweitgrößte rechtsextreme Partei in Deutschland. Anfang 2011 fusionierte sie mit der NPD zur "NPD-Die Volksunion". Verschiedene Klagen von Landesverbänden zögerten die Fusion zwar formal hinaus, doch mit der Rücknahme der Klagen im Mai 2012 war auch das Ende der DVU als eigenständige Partei besiegelt.

1971 zunächst als Verein für enttäuschte NPD-Mitglieder gegründet, wurde sie 1987 offiziell zu einer Partei. Unter ihrem Gründer und Vorsitzenden (1971-2009), dem Millionär und Verleger Gerhard Frey, hatte sie in den folgenden Jahren ihre größten Erfolge. Seit den 1990-er Jahren sank ihre Mitgliederzahl ständig, während die der NPD stiegen. Bis 2007 blieb die DVU aber die mitgliederstärkste rechtsextreme Partei, wurde dann von der NPD überholt.

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Die Fusion mit der NPD war bei vielen DVU-Mitgliedern umstritten. In Brandenburg traten 2011 lediglich 40 der zuletzt rund 150 DVU-Mitglieder der NPD bei. Viele DVU-Anhänger warfen der NPD den Bruch des so genannten Deutschland-Paktes vor. Darin war 2005 zwischen beiden Parteien geregelt worden, bei Wahlen nicht mehr gegeneinander anzutreten. In Brandenburg sollte nur die DVU an Landtagswahlen teilnehmen.

Dennoch schickte die NPD bei der Landtagswahl 2009 eine eigene Liste ins Rennen. Sie erhielt nur 2,6 Prozent der Stimmen. Mit nur 1,1 Prozent schnitt die DVU noch schlechter ab. War die DVU im Landtag von Brandenburg ab 1999 noch mit fünf und ab 2004 mit sechs Mandaten vertreten, so schaffte sie danach den Wiedereinzug in den Landtag nicht mehr.

 
Landeszentrale, August 2015

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