Leichte Sprache

Was tun?

Nahezu jede jugendkulturelle Äußerung speist sich (auch) aus dem Bedürfnis, sich gegen die Erwachsenenwelt abzugrenzen, die vielfach als spießig und ungerecht wahrgenommen wird. In besonderem Maße trifft das auf rechtsextreme Jugendkulturen zu oder auf solche mit rechtsextremen Anfälligkeiten.

Sampler: Für Glaube, Volk und Europa. Wolfzeit 2005 Wo aus dieser rebellischen Grundhaltung antikapitalistische Positionen besetzt werden, nähern sich Rechtsextremismus und auch solche Jugendkulturen inhaltlich an, die ansonsten unverdächtig rechtsextremer Umtriebe sind, wie die Beispiele eindrücklich demonstrieren.

Je floskelhafter Position gegen den Kapitalismus bezogen wird, desto ähnlicher werden die Parolen rechtsextremer Propaganda. Vielfach fehlt jegliches Problembewusstsein, und häufig wird Rechtsextremismus als Phänomen wahrgenommen, das unabhängig von den vertretenen Inhalten, allein in bestimmten sozialen Zusammenhängen, also der je anderen Szene verortet wird.

Im Extrem kann das wie im Fall der Dessauer Rap-Crew Dissau Crime dazu führen, dass offen neonazistische Positionen bezogen werden, ohne dass man sich selbst als „Nazi“ wahrnimmt.



Jan Buschbom / Violence Prevention Network e.V.
2005

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