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Wahlergebnis 2014

Nur 47,9 Prozent aller Wahlberechtigten haben in Brandenburg ihr Wahlrecht genutzt. Die SPD ist mit 31,3 Prozent wieder die stärkste Kraft im Land, die FDP ist ausgeschieden und die AfD erstmals im Landtag vertreten.
Statistik

47,9 Prozent der insgesamt 2,1 Millionen wahlberechtigten Brandenburgerinnen und Brandenburger beteiligten sich am Sonntag an der Wahl des 6. Landtages Brandenburg. Das ist weit unter der Wahlbeteiligung vergangener Landtagswahlen, die immer deutlich über 50 Prozent lag.

Per Briefwahl gaben 202. 417 Wählerinnen und Wähler ihre Stimme ab (2009: 219.602). Das sind 20,2 Prozent der Wähler (2009: 15,4 Prozent).

Wahlberechtigte: 2.094.458
Wähler: 1.002.753  
davon Briefwähler: 202.417   
Wahlbeteiligung: 47,88 % (2009: 67,5 %)

gültige/ungültige Erststimmen: 983.776/18.977
gültige/ungültige Zweitstimmen: 987.321/15.432

In 29 Wahlkreisen siegten Wahlkreisbewerber der SPD. Die Wahlkreisbewerber der CDU waren in 10 Wahlkreisen erfolgreich. Die Partei DIE LINKE gewann 4 Direktmandate, die politische Vereinigung BVB / FREIE WÄHLER errang 1 Direktmandat.

Nach den gültigen Zweitstimmen ergibt sich folgende Sitzverteilung:
 

Sitzverteilung im Landtag Brandenburg

Die FDP zieht nicht wieder in den Landtag ein, weil sie mit 1,5 Prozent sehr deutlich unter der Fünf-Prozent-Hürde blieb.

Für die einzelnen Parteien stellt sich das Ergebnis folgendermaßen dar:
 

SPD:
31,9 Prozent (- 1,1 Prozent)
Direktmandate: 29
Die SPD erhielt die meisten Stimmen im Wahlkreis 12 (Uckermark II) mit 42,7 Prozent und in der Gemeinde Planebruch (Potsdam-Mittelmark) mit 48,4 Prozent. Die wenigsten Stimmanteile gab es im Wahlkreis 25 (Teltow-Fläming III) mit 23,8 Prozent und in der Gemeinde Hirschfeld (Elbe-Elster) mit 16,9 Prozent.

DIE LINKE:
18,6 Prozent (- 8,6 Prozent)
Direktmandate: 4
Die meisten Stimmen entfielen auf DIE LINKE im Wahlkreis 22 (Potsdam II) mit 30,6 Prozent sowie in der Stadt Strausberg (Märkisch-Oderland) mit 31,4 Prozent. Am wenigsten stimmten die Wähler im Wahlkreis 6 (Havelland II) mit 11,2 Prozent und in Bersteland (Dahme-Spreewald) mit 6,1 Prozent für DIE LINKE.

CDU:
23,0 Prozent (+ 3,2 Prozent)
Direktmandate: 10
Für die CDU gab es die meisten Stimmen im Wahlkreis 37 (Elbe-Elster II) mit 30,2 Prozent und in Friedrichswalde (Barnim) mit 50,3 Prozent. Im Wahlkreis 22 (Potsdam II) wählten dagegen nur 13,5 Prozent die CDU. In der Gemeinde Garzau-Garzin (Märkisch-Oderland) gab es mit 13,2 Prozent der Stimmen das geringste Ergebnis für die CDU.

GRÜNE/B 90:
6,2 Prozent (+ 0,5 Prozent)
Direktmandate: keine
Am meisten gewählt wurden GRÜNE/B 90 im Wahlkreis 21 (Potsdam I) mit 19,2 Prozent und in Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark) mit 19,0 Prozent. Am wenigsten votierten im Wahlkreis 38 (Oberspreewald-Lausitz I) mit 2,1 Prozent und in Fichtenhöhe (Märkisch-Oderland) mit 0 Prozent die Wähler für GRÜNE/B 90.

NPD:
2,2 Prozent (- 0,4 Prozent)
Direktmandate: keine
Den höchsten Stimmenanteil bekam die NPD in den beiden Wahlkreisen 30 (Oder-Spree III) und 38 (Oberspreewald-Lausitz I) mit jeweils 4,1 Prozent und in der Gemeinde Grünewald (Oberspreewald-Lausitz) mit 15,6 Prozent. Die wenigsten Wähler votierten im Wahlkreis 21 (Potsdam I), wo sie nur 0,4 Prozent erhielt, und in den Gemeinden Schönermark (Oberhavel) und Schönfeld (Uckermark) mit jeweils keinem Stimmenanteil für die NPD.

BVB / FREIE WÄHLER:
2,7 Prozent (+ 2,7 Prozent)
Direktmandate: 1
Die meisten Stimmen entfielen im Wahlkreis 25 (Teltow-Fläming III) mit 14,9 Prozent und in Schönborn (Elbe-Elster) mit 26,9 Prozent auf die BVB / FREIE WÄHLER.
Ihren geringsten Stimmenanteil errang die BVB / FREIE WÄHLER mit 0,8 Prozent im Wahlkreis 17 (Brandenburg an der Havel II), in 13 Gemeinden erhielt sie keine Stimmen.

Keine Sperrklausel für BVB/Freie Wähler durch Direktmandat

Gemäß § 3 Absatz 1 Satz 1 des Brdbrg. Landeswahlgesetzes werden bei der Verteilung der Landtagssitze die Parteien und politischen Vereinigungen berücksichtigt, die entweder mindestens 5 Prozent der gültigen Zweitstimmen erhalten (Sperrklausel) oder mindestens - wie die BVB / Freie Wähler  - in einem Wahlkreis ein Direktmandat (sogenanntes Grundmandat, deshalb auch Grundmandats-Klausel genannt) errungen haben.


AfD:
12,2 Prozent ( +12,2 Prozent)
Direktmandate: keine
Den höchsten Wählerstimmenanteil erhielt die AfD mit 21,3 Prozent im Wahlkreis 29 (Oder-Spree II) und in der Gemeinde Lawitz (Oder-Spree) mit 28,1 Prozent.
Im Wahlkreis 21 (Potsdam I) gab es nur 7,5 Prozent der Stimmen und in der Gemeinde Kümmernitztal (Prignitz) 3,5 Prozent. 

  Zweitstimmen Prozentanteil  Sitze Gewinne/Verluste
zu 2009 (%/Sitze)
SPD 315.202  31,9 30    -1,1/-1
DIE LINKE 183.178  18,6  17 -8,6/-9
CDU 226.835 23,0 21 3,2/+2
FDP 14.376 1,5 -  -5,7/-7
GRÜNE/B 90  60.767 6,2 6 0,5/+1
NPD 21.605  2,2 -  -0,4/-
BVB / FREIE WÄHLER 26.332  2,7 3 1/+3
REP  2.024 0,2 -  -/-
DKP 2.345 0,2 -  -/-
AfD 120.077 12,2 11 12,2/+11
PIRATEN 14.595  1,5 -  -/-

      

 

Der Wahl-O-Mat für Brandenburg wurde 121.066 Mal genutzt (Stand 15.09.14)

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