Leichte Sprache

Dit kriegn wa hin!

Bloß keine großen Worte, ranklotzen - das ist typisch für Brandenburg. Überall im Land haben sich 2015 Willkommens- und Integrationsinitiativen für geflüchtete Menschen gegründet. Ohne sie geht es auch 2016 nicht. Ganz nach dem Motto: Dit kriegn wa hin!
Es gibt Länder, wo nichts los ist... und es gibt Brandenburg ...

Kein Integrations-bla-bla!, forderte eine Handvoll junger Demonstranten gerade in dem Moment, als Ministerpräsident Dietmar Woidke zu seiner Grundsatzrede auf der ersten Integrationskonfererenz des Landes im Dezember anhob. Still räumten die Protestierenden nach wenigen Sekunden die Bühne und was Woidke dann über Willkommens- und Integrationsinitiativen zu berichten wusste, die überall im Land entstanden sind oder sich gerade entwickelten, das hatte wenig mit leeren Worthülsen zu tun. Die Landesregierung hat mit dem "Bündnis für Brandenburg" ein breites gesellschaftliches Netzwerk gegründet, damit nach der Aufnahme auch die Integration der geflüchteten Menschen gelingt.

Das ist ein wichtiger Schritt, denn auch in Brandenburg werde zu sehr darauf gesetzt, dass ehrenamtliche Initiativen staatliche Versorgungslücken schließen, so Kritiker. Das richtige Maß zu finden, braucht indessen Zeit und die Realität hat ein hohes Tempo: nach Brandenburg sind 2015 mehr als 30.000 geflüchtete Menschen gekommen, 2016 rechnet das Land mit mehr als 40.000.

Nun wäre der Brandenburger nicht der Mensch, der er ist, wenn er jetzt anfangen würde, groß zu lamentieren. "Nicht labern, ranklotzen", das ist seine Devise, meint Brandenburg-Kennerin Antje Rávic Strubel.

Und genau das haben die Menschen im Land mit vielen Willkommens- und Integrationsinitiativen getan. Die Vielfalt ist dabei überwältigend. Die Ansätze reichen von künstlerischen Konzepten wie dem Raum für Gedanken über Schulungen, Filmvorführungen und Schreibwerkstätten bis zu Kontaktbörsen und Seminaren.

Die Landeszentrale hat einige der Projekte 2015 finanziell gefördert. Sie regen vielleicht dazu an, selbst aktiv zu werden. Theaterstücke, Ausstellungen, Workshops, Lesungen - fast alles ist möglich. Wenn Sie eine Idee für eine Integrationsinitiative 2016 haben, sprechen Sie uns an oder stellen Sie gleich hier Ihren Förderantrag.

So schaffen wir das!, oder auf brandenburgisch: Dit kriegn wa hin - es wäre nicht das erste Mal.
 

Bildergalerie
Mit einem "Raum für Gedanken" reiste die Künstlerin Kathrin Ollroge durch Brandenburg und hörte zu. Sie schrieb die Gedanken der Bewohner vor Ort über die Aufnahme und Integration von Geflüchteten auf. Foto: Kathrin Ollroge
Hilde und Sebastian Kilian, zwei von vielen ehrenamtlichen Helfern in Brandenburg. Das Ehepaar hat Partnerschaften für geflüchtete Menschen in Neuruppin übernommen. Foto: Stefan Gloede. Gestaltung: Bauersfeld Grafikdesign
Gespräche zwischen "alten" und "neuen" Brandenburgern. Das Foto entstand während der Eröffnung der Ausstellung der Brandenburgischen Landeszentrale "In Brandenburg willkommen?" Foto: Stefan Gloede
Das Webportal HelpTo bringt Flüchtlinge, engagierte Bürgerinnen und Bürger, Initiativen, Organisationen, Unternehmen und Kommunen zusammen.

Landeszentrale, Dezember 2015

 

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