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Buchvorstellung
7. Dezember 2017, 19.00 Uhr

Das Zeitalter der Genozide

Ursprünge, Formen und Folgen politischer Gewalt im 20. Jahrhundert

Vorgestellt wird der Sammelband »Das Zeitalter der Genozide. Ursprünge, Formen und Folgen politischer Gewalt im 20. Jahrhundert«, Berlin 2017, herausgegeben von Olaf Glöckner und Roy Knocke. Er erscheint als erster Band der Buchreihe »Gewaltpolitik und Menschenrechte« im Verlag Duncker & Humblot, Berlin. Die Reihe wird herausgegeben von Rolf Hosfeld, Sönke Neitzel und Julius H. Schoeps. Weitere Bände werden folgen.

Der Sammelband bietet einen transdisziplinären Überblick über Genozide im 20. Jahrhundert. Dabei stehen die Genese, der Verlauf und die Folgen vernichtender politischer Gewalt im Mittelpunkt. Anhand unterschiedlicher Fallstudien zur Schoah, zu den Völkermorden in Armenien und Ruanda, im ehemaligen Jugoslawien, in Kambodscha und in den Subsahara-Staaten werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede beschrieben, kollektive Dynamiken und Radikalisierungen untersucht, Täterprofile in Augenschein genommen und internationale Reaktionen betrachtet. Zudem gehen die Autoren auf juristische Handlungsspielräume in Vergangenheit und Gegenwart, aber auch auf Möglichkeiten zeithistorischer und pädagogischer Aufklärung ein. Ebenso wird die Frage aufgeworfen, welche literarischen und künstlerisch-darstellerischen Möglichkeiten bisher gefunden wurden, um der Erinnerung an das unvorstellbare Grauen und an die vielen Millionen Genozid-Opfer am Ende eine erkennbare Gestalt zu geben.

Dr. Olaf Glöckner ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Moses-Mendelssohn-Zentrum für europäisch-jüdische Studien in Potsdam. Er forscht zu moderner jüdischer Migration, der Entwicklung jüdischen Lebens in Deutschland und Europa nach 1989, zu den deutsch-israelischen Beziehungen und zu Aspekten von Antisemitismus.

Roy Knocke ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lepsiushaus Potsdam und Lehrbeauftragter an der Universität Potsdam. Seine Forschungsschwerpunkte sind Sozialphilosophie, Politische Philosophie, vergleichende Genozidforschung und die (Kultur-) Geschichte politischer Gewalt.

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