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Tag des offenen Denkmals
9. September 2017, 10.00 Uhr

Macht und Pracht?

Die Stasi und ihr Erbe in Berlin-Lichtenberg

Bis 1989 galt die Stasi-Zentrale in Berlin-Lichtenberg als geheimnisumwitterter Ort, Ausdruck von Macht und Herrschaft im SED-Staat. Die historische Bedeutung des Geländes führte 2014 dazu, dass der Senat einen Kernbereich des Geländes in die Berliner Denkmalliste aufgenommen hat. Dazu gehören das Archiv, der Ministersitz und das Offizierskasino.

Zum Tag des offenen Denkmals zeigen historische Foto- und Videoaufnahmen, wie die Stasi die einzelnen Häuser nutzte. Führungen geben Einblicke in die Baudenkmale und veranschaulichen, wie sich das Stasi-Gelände im Laufe der Jahre entwickelt hat.


Programm:

10.00 Uhr, Geländeführung, Unterwegs im Stasi-Revier:
Wie hat sich die Stasi-Zentrale über vier Jahrzehnte DDR entwickelt? Welche Mitarbeiter arbeiteten in welchen Gebäuden? Was waren ihre Aufgaben? Eine Führung über das Gelände zeigt dessen Geschichte.
Treffpunkt vor "Haus 22"

11.00 und 13.00 Uhr, Archivführung, Macht und Ohnmacht:
Im Stasi-Unterlagen-Archiv in Berlin lagern rund 43 Kilometer Schriftgut, Karteikarten und Bild- und Tondokumente. Die Führung gibt einen Eindruck von der Sammelwut der Geheimpolizei und vom Umgang mit den Archivdokumenten nach der Friedlichen Revolution.
Treffpunkt vor "Haus 7"

12.00 und 17.00 Uhr, Führung durch das Stasimuseum, Vom Machtzentrum zum Denkmal:
Der Rundgang durch die Dauerausstellung "Staatssicherheit in der SED-Diktatur" führt auch durch die weitgehend original erhaltene Ministeretage von Erich Mielke. Von seinem Arbeitsplatz steuerte er den Apparat der Geheimpolizei, verfügte aber auch über private Rückzugsräume.
Treffpunkt vor "Haus 1"

14.00 Uhr, Vortrag, Zeugnisse von Macht und Pracht:

Die Stasi-Zentrale war Ort von Konferenzen, Aufmärschen und Festen der Geheimpolizei. Das dokumentieren historische Foto- und Videodokumente aus dem Stasi-Unterlagen-Archiv. Darunter eine Aufnahme des britischen Doppelagenten Kim Philby, der in "Haus 22" vor Stasi-Mitarbeitern eine Rede hielt. Der Vortrag zeigt außerdem, wie die repräsentativen Räume vor 1990 ausgesehen haben und was die Stasi ihren Gästen bieten wollte.
"Haus 22"

12.30 und 14.30 Uhr, Zeitzeugenführung, Gegen die Macht einer Diktatur:
Im Januar und im September 1990 war die Stasi-Zentrale Schauplatz der Friedlichen Revolution. Zeitzeugen führen durch die Open-Air-Ausstellung "Revolution und Mauerfall" und berichten vom Ende der DDR und den Ereignissen an diesem Ort bis zur deutschen Einheit.
Treffpunkt vor "Haus 22"

15.00 Uhr, Sonderführung, Die letzten Stasi-Büros:
Der Rundgang führt in den sonst verschlossenen Nordflügel von "Haus 7" mit weitgehend im Original erhaltenen Büroräumen der Stasi. Sie tragen noch Spuren der Hauptamtlichen Mitarbeiter, die für die hier ansässige "Hauptabteilung XX" Kirchen und Kulturschaffende in der DDR überwachten. Vor einer geplanten Sanierung wird dies eine der seltenen Möglichkeiten bleiben, die Räume zu begehen.
Treffpunkt vor "Haus 22"

Aufnahme von "Haus 7" Nordflügel
Quelle: BStU/Griebe

16.00 Uhr, Podiumsdiskussion, "...Ort der Aufklärung über Diktatur und Widerstand" – von der Idee zur Verwirklichung:
Um die Zukunft der ehemaligen Stasi-Zentrale hat sich eine lebhafte Diskussion entwickelt. Politik und zivilgesellschaftliche Akteure entwerfen Nutzungsszenarien, aber noch steht der Veränderungsprozess am Anfang. Wie geht es weiter mit dem historischen Gelände und seiner Nutzung?
"Haus 22"


Weitere Programmangebote:

  • Bürgerberatung zur Einsicht in die Stasi-Unterlagen
  • Präsentation der Stasi-Mediathek mit historischen Fotos von der Stasi-Zentrale
  • Präsentation der Bildungsangebote des Stasi-Unterlagen-Archivs
  • "Future Maker/s – Future Market/s" – Präsentation eines internationalen Studierendenprojektes zu Begegnungsformaten   auf dem Campus der Demokratie
  • Streetfood-Spezialitäten von milchmädchen


Ort
Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie
Ruschestraße 103
10365 Berlin

Veranstalter
Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen
10106 Berlin
Telefon: (030) 23 24-89 18
Fax: (030) 23 24-71 79
E-Mail: veranstaltungen@bstu.bund.de

Mitveranstalter

    Robert-Havemann-Gesellschaft e.V.
    Stattbau Stadtentwicklungsgesellschaft mbH

 

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