Leichte Sprache
Podiumsdiskussion
4. Mai 2017, 18.00 Uhr

Noch Hoffnung für die Demokratie?

Achtung Einsturzgefahr! Bürger haften für ihre Demokratie

Seit Jahren schon beunruhigt die politische Entwicklung Ungarns weite Teile der europäischen Öffentlichkeit. Mit dem erdrutschartigen Wahlsieg Viktor Orbáns und seiner nationalkonservativen Partei Fidesz im Jahr 2010 haben Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit Einzug gehalten.

Orbán wendet sich bewusst von Europa ab und wettert gegen Bürokraten in Brüssel, denen er vorwirft, das Land seiner Souveränität berauben zu wollen. Längst wurden wichtige Posten in Kultur, Verwaltung und öffentlich-rechtlichen Medien mit Regierungsanhängern besetzt. Eine neue Verfassung stärkt Fidesz den Rücken, und eine schlagkräftige Opposition, die Fidesz noch etwas entgegenzusetzen vermag, ist nicht in Sicht.

Nun ist seit kurzem unter dem Namen Momentum in Ungarn eine neue politische Bewegung junger Intellektueller aktiv. „Wir wollen nicht nur Premier Viktor Orbán ablösen, sondern die ganze politische Elite“, erklärte Andras Fekete-Györ, Vorsitzender der vor kurzem gegründeten Bewegung. „Wir wollen nicht emigrieren, das Land nicht verlassen, sondern bleiben und alles für die Erneuerung der politischen Kultur unternehmen“. Momentum kämpft für ein europafreundliches, demokratisches Ungarn und hofft hierfür insbesondere auf die Unterstützung der jüngeren Generation.

Gäste:

  • Gábor Kerpel-Fronius, Blogger
  • András Fekete-Györ, Jurist, Aktivist und Gründer von MoMo
  • Dániel Hegedüs, research consultant bei Freedom House

Moderation: Frauke Havekost

Die Veranstaltung ist teilweise in ungarischer Sprache mit Konsekutivübersetzung.

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