Freimaurer
Die Freimaurerei beruft sich auf mittelalterliche Zunfttradionen. Sie entstand als Teil der Aufklärung im 18. Jahrhundert mit ihren Idealen von der Humanität, Toleranz und der Brüderlichkeit. Ziel der regional organisierten Männerbünde ist es, die Gesellschaft zu einem Meisterstück der Vernunft zu gestalten. Dies habe frei von kirchlichen und politischen Dogmen zu geschehen. Die katholische Kirche machte die Freimaurerei verantwortlich für die französische Revolution von 1781 und übte scharfe Polemik. Da die Freimaurer für Gleichberechtigung und Emanzipation der Juden eintraten, hatte die Kritik an ihnen schon früh antisemitische Untertöne. Eine große Zahl prominenter Freimaurer aus Politik, Wirtschaft und Kultur fütterte Verschwörungstheorien (u. a. Goethe, Friedrich der Große, Franklin D. Roosevelt, Winston Churchill u.v.a.). Die Nazis verboten 1935 die Freimaurerei mit der Begründung, dass die Weltherrschaft der Juden ihr erklärtes Ziel sei.