Mit der Ankunft zahlreicher Schutzsuchender erlebt Deutschland etwas, das viele Bundesbürger sich laut Selbstaussage bis vor kurzem nicht vorstellen konnten. Täglich treffen jetzt Menschen ein, die vor Hunger, Verfolgung, Krieg und stetigen Verletzungen ihrer Menschenrechte fliehen. Begleitet wird diese Suche nach einem Ort, der menschenwürdiges Leben erlaubt, von vielfach hitzig aufgeladenen Meinungsäußerungen besorgter Bürger und nicht selten auch von Extremisten. Geflüchtete werden zunehmend massiv bedroht und angegriffen. Fremdenfeindliche Anschläge haben erschreckend zugenommen.
Zugleich übertrifft das Engagement der Zivilgesellschaft die Erwartungen wissenschaftlicher Experten der Migrationsforschung. Eine „Willkommenskultur“ wird in zahlreichen Kommunen proklamiert und in unserem Bundesland hat sich ein „Bündnis für Brandenburg“ gebildet. Es verfolgt das Ziel einer erfolgreichen Integration der potenziellen „Neu-Brandenburger“, die gegenwärtig in unserem Land eintreffen.
In der Veranstaltung sollen Perspektiven der Autorin Que Du Luu sichtbar werden: 1973 als Kind chinesischer Eltern in Cholon/Saigon geboren, gelangte sie mit ihrer nach dem Ende des Vietnamskriegs emigrierenden Familie über Zwischenstationen in Singapur und Thailand in die Bundesrepublik, wuchs in Herford auf und lebt heute in Bielefeld.
Anschließend diskutieren mit ihr und dem Publikum Andy Meier und Dr. J. Olaf Kleist, der mit Dr. Serhat Karakayali ein Forschungsprojekt zu ehrenamtlicher Flüchtlingsarbeit leitet und 2013 das Netzwerk Flüchtlingsforschung gründete.
Sie sind herzlich eingeladen. Wir würden uns freuen, wenn Sie auf die Veranstaltung hinweisen würden.
Auf einen Blick
Datum: 30. März, 18 Uhr, Landeszentrale
Gäste:
- Que Du Luu, Autorin
- Andy Meier, Arbeitsgruppenleiter Ausländerbehörde, Potsdam
- Dr. J. Olaf Kleist, Mitglied des Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien an der Universität Osnabrück
Ansprechpartnerin: Dr. Martina Weyrauch
Teilen auf