Die Politik führt einen Kampf um die Zukunft des deutschen Energiemarktes. Etablierte Energiekonzerne verlieren Umsätze durch die planlose Gewinnung erneuerbarer Energien, und Lobbyisten streuen Fehlinformationen, um diese Erfolge zu bremsen.
Kein anderes Industrieland in Europa will sein Energiesystem so radikal umbauen wie Deutschland. Doch im Jahr zwei nach dem Atomausstieg steht die Regierung Merkel mit diesem Jahrhundertprojekt am Scheideweg.
Der Film blickt hinter die Kulissen des politischen Kampfes um die Zukunft des deutschen Energiemarkts - es geht um milliardenschwere Umsätze. Da die Gewinnung erneuerbarer Energien sich rasanter entwickelt hat als erwartet, brechen den etablierten Stromkonzernen die Umsätze immer schneller weg. Auch viele europäische Nachbarn sind skeptisch. Denn der neue deutsche Strom aus Wind und Sonne lässt die Preise an den europäischen Strombörsen fallen. Dennoch emittiert Deutschland mehr Kohlendioxid als je zuvor: Der europäische Handel mit CO2-Zertifikaten, die vor allem Braunkohlekraftwerke unrentabel machen sollten, ist zum Erliegen gekommen. So kommt es, dass gerade die ältesten, abgeschriebenen Kohlekraftwerke neben Atomkraftwerken momentan das meiste Geld in Deutschland machen.
Gespräch mit
- Dr. Sebastian Pflugbeil (Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz e. V.),
- Prof. em. Dr. Wolf Schluchter (vormals BTU Cottbus, Lehrstuhl Sozialwissenschaftliche Umweltfragen),
- Thomas Simon (Barnimer Energiegesellschaft) und
- Prof. Dr. Hans-Peter Piorr (HNE, Fachbereich Landschaftsnutzung und Naturschutz) - angefragt
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