Fritz J. Raddatz war einer der bedeutendsten deutschen Feuilettonisten, ein universal gebildeteter „hommes de lettre“und ein Feuerkopf. Er war Cheflektor bei Volk und Welt und bei Rowohlt, Feuilleton-Chef der ZEIT, Autor mehrerer Romane und Biografien (Marx, Heine, Tucholsky) und unzähliger Essays, Herausgeber von Kurt Tucholsky und Vorsitzender der Kurt-Tucholsky-Stiftung, despektierlicher und sich schonungslos selbst erforschender Tagebuch-Schreiber, bewundert und verschrien als Diva, einer der einflußreichsten Intellektuellen des Landes über Jahrzehnte. Im Februar 2015 setzte er 83jährig seinem hochgespannten Leben ein Ende.
Ich habe mit FJR 2001 ein mehrstündiges biografisches Tonband-Gespräch geführt. Ausschnitte daraus sollen an den großen Anreger, unvergesslichen „Unruhestifter“ und bezaubernden Magier des Wortes erinnern.
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