Seit Jahren sterben die Bienen. Weltweit, leise und unauffällig. In den vergangenen Jahren lag die Sterberate der Bienenvölker in Deutschland bei 30 - 50 % und mehr. Imker schlagen Alarm. „Was wäre los, wenn jedes Jahr ein ordentlicher Teil der Rinder in unseren Ställen verenden würde?“, fragt Imker Christoph Koch. Aber die Biene sei doch das drittwichtigste Nutztier, sagt er. Ein Drittel von dem, was wir essen, gäbe es nicht ohne die Bienen. Ihre Bestäubung ist allein in Europa 23 Milliarden Euro wert - ihr Nutzen für Ökosysteme unschätzbar.
Die Varroa-Milbe befällt Bienen und Brut, infiziert sie mit Keimen und Viren. Doch welche Rolle spielt die industrielle Landwirtschaft mit ihren Agrochemikalien? Der Neurobiologe Randolf Menzel von der Freien Universität Berlin vermutet, dass die Varroa-Milbe die wahren Ursachen des Bienensterbens nur verschleiert, er ist neuartigen Insektiziden auf der Spur. Diese Gifte sind inzwischen überall, sie sind der Verkaufsschlager der agrochemischen Industrie – ein weltweiter Milliardenmarkt. Aber ist die Lösung des mysteriösen Sterbens wirklich so einfach?
Der Film unternimmt eine Reise in die schöne und faszinierende Welt der Bienen und ihrer Imker.
Gespräch mit Britta Hofmann (Imkerverein Königs Wusterhausen)
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