
Die Poster der Ausstellung zeigen Collagen von Ivan Kulnev, welche vielfältige Aspekte des Lebens in der Zeit der kommunistischen Diktatur in Sowjetrussland/Sowjetunion thematisieren. Was für eine Zeit war das? Was hat das Leben der Menschen ausgemacht? Warum wird die Sowjetzeit von den einen nach wie vor verherrlicht und von den anderen wiederum äußerst kritisch bewertet? Was waren Stützen jenes Systems? Wie konnten die Menschen jene Epoche so lange ertragen? Wie haben sie gelebt?
„Als Forscher beschäftige ich mich mit der Inszenierung von Menschen und Ereignissen in den sowjetischen Medien. Dabei trage ich dokumentarisches Material zusammen, welches ich im Prozess meiner wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Sowjetepoche neu arrangiere. Auf diese Weise entstehen aus Zeitungsauschnitten, Fotografien und Filmsequenzen Collagen. Jedes einzelne Versatzstück kann dem Betrachter als Quelle dienen und erlaubt eine Orientierung innerhalb der komplexen historischen Zusammenhänge“
(Ivan Kulnev)
Ivan Kulnev, geboren 1985 in Woronesch (UdSSR), Dipl. (Staatliche Universität Woronesch), M.A.(Humboldt-Univeristät zu Berlin), arbeitet als Historiker und Künstler in Berlin.
Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Bibliothek im Außenfoyer des IKMZ Golm (Bahnhofseite) zu sehen und läuft bis 30.11.2017.
Am 30.11.2017 um 18.30 Uhr bietet Ivan Kulnev eine Führung durch die Ausstellung an. Treffpunkt ist im Foyer des IKMZ.
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