
Ein beliebtes polit-pessimistisches Spiel besteht darin, nach den Schuldigen für die Krise der Demokratie zu suchen – und sie dann entweder im Wahlvolk selbst zu finden oder aber im Versagen der „politischen Eliten“. Keine der beiden Strategien, die konservative wie die populistische, können den liberalen Politikwissenschaftler Jan-Werner Müller zufriedenstellen. In seinem neuesten Essay begibt er sich deshalb selbst auf Lösungssuche und erinnert an die Basics der Demokratie. Dabei betont er vor allem die Bedeutung demokratischer Infrastrukturen und der Spielregeln, die in ihnen gelten: Gewinnen, Verlieren, Vermitteln, Protestieren. Wohin das führt und welche Reformideen sich daraus nicht zuletzt für die gegenwärtig zwischen Erschöpfung und Zuversicht schwankende Bundesrepublik ergeben, diskutiert er im Gespräch mit Ellen Ueberschär.
Das Gespräch setzt die Reihe #SoBuntWieDasVolk fort, die sich in lockerer Folge mit Debatten und Kämpfen um Demokratie und Repräsentation in Geschichte und Gegenwart befasst.
Gäste:
- Prof. Dr. Jan-Werner Müller, Politikwissenschaftler, Professor an der Princeton University und zurzeit Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin
- Dr. Ellen Ueberschär, Vorstand, Heinrich-Böll-Stiftung
In Kooperation mit dem Suhrkamp Verlag.
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