Online-Vorführung des Films "Wir sind jetzt hier"
Der Film erzählt die Geschichte von sieben jungen Männern, die um 2015 aus Syrien oder Afghanistan, aus Somalia, Eritrea oder dem Irak nach Deutschland flohen. Mit Blick in die Kamera erzählen sie vom Ankommen in Deutschland – von lustigen und beglückenden Momenten und von Momenten tiefster Verzweiflung, von ihren Ängsten und wie sie mit ihnen umgegangen sind, von Rassismus und von der Liebe. Ihre Geschichten verflechten sich nahtlos zu einer gemeinsamen Erzählung und lassen die Zuschauer*innen teilhaben an den emotionalen Turbulenzen, die eine Flucht fast immer nach sich zieht. Und sie erzählen viel darüber, was es auch in den nächsten Jahren noch braucht, damit Integration gelingt.
Zuletzt mehrten sich Berichte, dass Homo- und Transfeindlichkeit als Fluchtgrund vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) regelmäßig nicht anerkannt wird. Auch der Asylantrag von Najib Faizi, afghanischer LGBTQI-Aktivist und Protagonist im Film „Wir sind jetzt hier“, wurde zunächst vom BAMF abgelehnt und erst nach einem Gang vors Verwaltungsgericht anerkannt.
Online-Podiumsdiskussion
In der anschließenden Diskussion wird Najib Faizi vor diesem Hintergrund davon berichten, welche Herausforderungen er für LGBTQI-Personen in Afghanistan sieht, angesichts der ungewissen dortigen Sicherheitslage. Darüber hinaus wird es im Gespräch um das sogenannte Resettlement-Verfahren gehen, das sichere Fluchtwege ermöglicht und um die Frage, wie sich Deutschland und weitere EU-Länder hier stärker engagieren können.
Es diskutieren
- Najib Faizi, Filmprotagonist und afghanischer LGBTQI-Aktivist
- Filiz Keküllüoğlu, Bunt-Grün, Bündnis für Diversität innerhalb Bündnis 90/Die Grünen
- Günter Gaida, Rainbow Refugees Hamburg
- Ronja von Wurmb-Seibel & Niklas Schenck, Filmemacher*innen (Brot & Zwiebel)
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