
Satellitenanalysen, die Bäuer*innen Auskunft über die Bodenqualität, Wachstumsverlauf und drohenden Schädlingsbefall geben, vegane Schnitzel aus dem 3-D Drucker oder auch die App, die uns bei der Essensauwahl hilft: Die Digitalisierung im Bereich Landwirtschaft und Ernährung ist im vollen Gange. Viel mehr als uns das oft bewusst ist, spielen Smart Tech und KI schon heute eine entscheidende Rolle bei der Herstellung, Verbreitung und dem Verzehr von Essen und gewinnen täglich weiter an Bedeutung.
So wird Digitalisierung auch als ein Schlüsselelement von europäischen Prozessen, wie der Farm-to-Fork- oder Biodiversitäts- Strategie für eine Sozial-ökologische Transformation gesehen. Und auch in den Parteiprogrammen zur Bundestagswahl fand das Thema Erwähnung. Wenn es jedoch um die Umsetzung und politische Begleitung geht, fehlte es bislang weitestgehend an konkreten und ganzheitlich gedachten Ansätzen und Visionen sowie eines Richtlinienrahmens.
Vor diesem Hintergrund wollen wir mit unseren Gästen einen genaueren Blick auf die im jüngst vorgelegten Koalitionsvertrag aufgeführten Vorhaben der kommenden Ampelregierung werfen und diskutieren, wie Digitalisierung im Bereich Agrar und Ernährung nachhaltig gestaltet werden kann, welche Chancen und Herausforderungen sich durch neue Technologien und Innovation ergeben und welcher politische Handlungsbedarf sich –auch für die neue Bundesregierung- dabei im europäischen Kontext abzeichnet.
Mit:
- Silvia Bender, Staatssekretärin für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz, Brandenburg
- Hendrik Haase, Kommunikationsdesigner, Berater und Autor von „Food Code – Wie wir in der digitalen Welt die Kontrolle über unser Essen behalten“
- Matteo Metta, Policy Analyst bei ARC2020 (angefragt)
Moderation:
- Lisa Tostado, Leitung des Programmes Internationale Klima- Handels, und Agrapolitik, Heinrich Böll Stiftung, Europäische Union, Brüssel
Die Veranstaltung wird Deutsch – Englisch simultanübersetzt.
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