Bundeszentrale für politische Bildung, Informationen zur politischen Bildung, Nr. 350/2022, Bonn, 82 Seiten
In den vergangenen Jahrzehnten sind die Geburtenraten in Deutschland stetig zurückgegangen. Gleichzeitig wird die Bevölkerung immer älter. Beide Phänomene - Schrumpfung und Alterung - prägen den aktuellen demografischen Wandel massiv und haben zur Folge, dass weniger Menschen nachrücken, um die Sicherungssysteme zu stützen und zu finanzieren.
Größe und Struktur von Bevölkerungen wurden immer schon durch Geburtenzahlen, Todesfälle und die Zu- sowie Abwanderung beeinflusst. Je nach Entwicklung haben diese Phänomene unterschiedliche Probleme zufolge. So wurde in Hinblick auf die steigende Weltbevölkerung in den 1970er-Jahren über eine Überbevölkerung und Lösungen, dieser entgegenzuwirken, diskutiert. Heute geht die Wissenschaft davon aus, dass die - aktuell knapp 8 Milliarden umfassende - Weltbevölkerung in den kommenden Jahrzehnten erst stagnieren und langfristig wieder sinken wird.
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