Kurt Tucholsky, obwohl ein waschechtes Berliner Großstadtkind, suchte zeitlebens die Stille, Orte der Abgeschiedenheit, die ihm ein Gleichmaß des Arbeitens versprachen und doch ausreichend Freiraum für die elementaren Dinge des Lebens boten.
Auf den ersten Blick mag das verwundern, war er doch immer mittendrin in den Geschehnissen, am Puls der Zeit – ja, die meisten Themen fand der populäre Journalist und Schriftsteller auf den Straßen, in den Gerichtssälen und Beamtenstuben ebenso wie in überfüllten Straßenbahnen, Theatern oder im Zoologischen Garten.
Sunhild Pflug zeigt in Worten und Bildern, wo Tucholsky in Berlin gelebt hat, wie er dem temporeichen Metropolendasein mit Hilfe seiner bekannten pseudonymen Mitarbeiter Peter Panter, Theobald Tiger, Kaspar Hauser und Ignaz Wrobel beizukommen suchte. Der Schauspieler Christian Bormann wird uns Tucholskys Texte nahe bringen.
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