Vom gefürchteten Lagerarzt in Auschwitz, Joseph Mengele, bereits zum Tod in der Gaskammer verurteilt, konnte Noah Klieger seine Vernichtung in letzter Sekunde doch noch abwenden. Es gelang ihm, Mengele umzustimmen. 1945 gehörte er dann zu den wenigen Gefangenen, die den Todesmarsch nach Deutschland überlebten und von den Alliierten gerettet wurden.
Seitdem schreibt Noah Klieger gegen das Vergessen und Verleugnen des Holocaust an. Er richtet sich dabei an Leser aller Generationen. In seinem Buch „Zwölf Brötchen zum Frühstück“ beschreibt Klieger seine Erlebnisse aus der Zeit im KZ. Er beendet die Publikation mit einem Satz, der den Lesern nicht nur das ganze Ausmaß des Schreckens deutlich macht, sondern auch die Last des Chronisten erkennen lässt: „Wir wurden zwar im Januar aus Auschwitz evakuiert, aber nicht aus Auschwitz befreit. Von Auschwitz wird uns nur der Tod befreien.“
Noah Klieger wurde 1926 in Straßburg geboren und engagierte sich schon als Jugendlicher in einer jüdischen Untergrundbewegung. 1942 wurde er mit seiner Familie nach Auschwitz deportiert. Überlebenswille und Glück halfen ihm, das KZ zu überstehen. Noah Klieger nahm 1948 am Unabhängigkeitskampf in Israel teil und ist heute der älteste Mitarbeiter der israelischen Zeitung „Yedioth Achronoth“. Derzeit reist er durch Schulen und Universitäten, um von seinen Erfahrungen zu berichten.
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