
In Zeiten großer Transformation durch Digitalisierung und Dekarbonisierung entsteht ein beschleunigter Wandel am Arbeitsmarkt, deshalb sind eine zeitgemäße Ausbildung und die kontinuierliche sowie systematische Weiterbildung nötiger denn je. Nur so sind wir als Gesellschaft in der Lage, den enormen ökologischen und sozialen Herausforderungen erfolgreich zu begegnen.
Aus- und Weiterbildung müssen die Menschen auch in der Arbeitsgesellschaft 4.0 zu Selbstbestimmung und Autonomie befähigen. Lösungen, die institutionell ansetzen und möglichst vielen offenstehen, tragen dazu bei, die soziale Ungleichheit zu verringern, die Partizipation am Arbeitsmarkt zu erhöhen und langfristige Perspektiven zu schaffen. Zugleich sind Aus- und Weiterbildung Voraussetzung für die Realisierung von Wertschöpfung durch Unternehmen, da in Zeiten von Fachkräftemangel die knappe Ressource Arbeitskraft zum limitierenden Faktor werden kann.
Die Bundesregierung möchte den genannten Herausforderungen mit der „Nationalen Weiterbildungsstrategie“ vom Juni 2021 begegnen. Die Heinrich-Böll-Stiftung hatte bereits im April 2020 ein Diskussionspapier vorgelegt und in Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung den Diskurs dazu mit Wissenschaft, Politik und Wirtschaft begonnen.
Das Konzept der Bundesregierung befindet sich nun in der Umsetzung. Im Rahmen der Veranstaltung wollen wir mit Unternehmer:innen, Industrie- und Handwerkskammern, Weiterbildungsträgern und der Politik untersuchen, ob und wie die Weiterbildungsstrategie in den Unternehmen angekommen ist - und wo Verbesserungsbedarf gesehen wird. Was benötigen gerade kleine und mittelständische Unternehmen an Infrastruktur für Aus- und Weiterbildung?
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