
Am 12. September 1990 bestätigte der DDR-Ministerrat auf seiner letzten Sitzung die Schutzverordnungen für fünf Nationalparke, sechs Biosphärenreservate und drei Naturparke. Das Programm war eine Initialzündung für viele weitere Schutzgebietsausweisungen in Deutschland in den letzten 30 Jahren.
Einer kleinen Gruppe von Naturschutz-Protagonist*innen in der ehemaligen DDR und ihren Unterstützer*innen aus dem Westen Deutschlands war dieser Coup in weniger als einem Jahr Vorbereitungszeit gelungen. Es waren 4,5% der Fläche der damaligen DDR, die dann als Schutzgebiete in den Einigungsvertrag aufgenommen wurden.
Als "Tafelsilber" der deutschen Einheit bezeichnete der damalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer diese Gebiete. Tatsächlich sind sie das grüne Gold der Einheit.
In Zeiten von Klimakrise und Artensterben ist dieses grüne Gold der Einheit ein kostbares Gut - wir erinnern an die Geschichte und diskutieren über gegenwärtige Herausforderungen.
- Prof. Michael Succow; stellv. Umweltminister der letzten DDR-Regierung; Initiator des Nationalparkprogramms, Vorsitzender der Michael Succow Stiftung, Universität Greifswald
- Prof. Claudia Dalbert; Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt
- Dr. Franziska Tanneberger*; Universität Greifswald, Greifswald Moor Centrum, Succow Stiftung
Moderation: Ellen Schweda*; MDR
* angefragt
Hintergrundinformationen finden Sie bereits im Dossier "30 Jahre Nationalparkprogramm".
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