Der Ethikprofessor Leif Wenar vom Kings College London referiert am 17. Januar 2013 im MenschenRechtsZentrum der Universität Potsdam zum Thema "The Resource Curse and International Property Law" (Der Fluch der Ressourcen und das Internationale Eigentumsrecht). Einen Kommentar dazu hält der Jurist Professor Dr. Andreas Zimmermann. Moderiert wird die anschließende Podiumsdiskussion vom Potsdamer Philosophen Prof. Dr. Logi Gunnarsson (beide MenschenRechtsZentrum).
In seinem Vortrag bezieht sich Leif Wenar auf die ständig vernehmbaren moralischen Alarmzeichen aus fernen Ländern: Bürgerkrieg in Syrien, sexuelle Gewalt im Kongo, Unterdrückung in Simbabwe, und auf das unbestimmte Gefühl, dass wir etwas mit diesen Ungerechtigkeiten und dem Leid in diesen Ländern zu tun haben. Wir mögen uns fragen, woher das Öl kommt, mit dem wir unsere Autos betanken, oder ob es fragwürdige Mineralien in unseren Smartphones gibt. Dennoch, so Wenar, erscheinen die Hinweise darauf schwach und unsicher.
Der Vortrag zeigt, dass unsere Verbindungen zu dem Missbrauch in Übersee enger sind, als wir vermuteten. Unsere eigenen Regierungen machen uns indirekt zu Geschäftspartnern von repressiven, gewalttätigen und korrupten Akteuren im Ausland, die uns die natürlichen Ressourcen verkaufen, die sie von den am meisten gepeinigten Menschen in der Welt gestohlen haben.
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