Die Fukushima-Lüge

Dokumentarfilm von Johannes Hano, ZDF 2012, 29 Minuten

9. Festival des Umwelt- und Naturfilms „Ökofilmtour“ 2014

Nach dem Erdbeben und dem Tsunami am 11. März 2011 und den anschließenden Explosionen von vier Reaktorgebäuden des Atomkraftwerks Fukushima Daiichi blickte die Welt fassungslos auf die Hightech- und Atomnation Japan. Ein Jahr später geht der Film der Frage nach, wie es zu dieser Katastrophe kommen konnte. Die Recherchen zeigen: Es gab schon vor der Katastrophe ein Netz aus krimineller Energie, Lügen, Ignoranz und Vorteilsnahme, das die japanische Gesellschaft seit Jahren immer mehr durchdrang.

Außer dem japanischen Ex-Premierminister und weiteren Politikern berichten auch Insider der japanischen Atomindustrie von den gewissenlosen Machenschaften jenes „Atom-Dorfes“ von Lobbyisten, die ohne Rücksicht auf die Sicherheit der Bevölkerung ihre eigenen Karriere- und Profitinteressen verfolgten und noch heute verfolgen.


Abita - die Kinder von Fukushima
Animationsfilm von Schoko Hara, Paul Brenner, Duale Hochschule Rebvensburg, Studiengang Mediendesign 2012, 4 Minuten

Ein poetischer Trickfilm: Kinder in Fukushima können auf Grund der radioaktiven Strahlung nicht mehr in der Natur spielen. Denn die Natur ist nicht dekontaminierbar. Dies ist nur eine Geschichte von 360.000 Kindern, die zu Hause bleiben müssen und von ihrer Freiheit in der Natur träumen.
 


Atomic Afrika
Dokumentarfilm von Marcel Kolvenbach, WDR 2013, 89 Min.

Viele afrikanische Staaten forcieren heute ihr Wirtschaftswachstum und benötigen dafür Energie. Stromausfälle sind an der Tagesordnung. Immer mehr afrikanische Regierungen setzen deshalb auf die Atomkraft. Nach einer Prognose der Internationale Atomenergie-Organisation IAEA sollen bis 2050 in Afrika 40 neue Atomkraftwerke gebaut werden.

Zwei Jahre lang recherchierte Marcel Kolvenbach vom Osten des Kontinents bis nach Südafrika, weiter in den Kongo und von dort in die Sahara. Ob der Krieg in Mali oder Raubbau an der Natur in Tansania - immer prägen die Interessen mächtiger Konzerne wie des französischen Stromriesen Areva das Schicksal ganzer Regionen. Das dafür benötigte Uran der Sahara ist hart umkämpft, stellt es doch die wichtigste Quelle für Frankreichs Atommeiler dar. Investigativ zeigt der Film, wie der Uranabbau die Lebensbedingungen vor Ort verschlechtert und die wenigen Atomkraftgegner in Afrika immer wieder um ihr Leben fürchten. Man spürt dabei immer, wie gefährlich diese Dreharbeiten waren.
 


Gespräch mit Marcel Kolvenbach (Filmautor) und Dr. Sebastian Pflugbeil (Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz e. V.)

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