
Das letzte Jahr stand überwiegend im Zeichen der Covid-19-Pandemie und ihrer gesellschaftlichen Folgen. Im Bildungssektor wurde sehr schnell die Umstellung von Präsenzangeboten auf Online-Formate gefordert. Insbesondere im ländlichen Raum, wo die digitale Infrastruktur zum Teil große Lücken aufweist, stellte dies besondere Herausforderungen an freie Träger und Vereine der politischen Bildung.
Das Netzwerktreffen 2021 bietet den Teilnehmenden die Gelegenheit, sich über ihre Erfahrungen unter Pandemie-Bedingungen auszutauschen. Welche Formate haben in Brandenburg gut funktioniert? Wo gab und gibt es Probleme und wie lassen sie sich lösen? Die gesamte Tagung findet erstmals komplett online statt.
In verschiedenen Workshops werden gelungene Beispiele aus der Jugend- und Erwachsenenbildung vorgestellt und diskutiert. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Vorstellung von Methoden und Tools für den ländlichen Raum, die geeignet sind, hier Orte des Miteinanders oder soziales Engagement wiederzuentdecken. Die Teilnehmenden lernen, den Reiz von sozialen Plattformen wie WhatsApp oder Instagram in der Arbeit mit Jugendlichen nachzuvollziehen und richtig einzusetzen. Zudem wird gezeigt, was bei der Planung und Durchführung von Online-Veranstaltungen zu beachten ist.
Die Workshops werden von Anne Mahr, Ketie Saner (beide Referentinnen vom stuhlkreis_revolte-Kollektiv) und Marc Rüdiger (Bildungsreferent in der Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein e. V.) konzipiert und durchgeführt.
Die Veranstaltung in Kooperation mit der Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein e. V. findet auf unserer Big Blue Button Plattform statt. Auf der technischen Seite benötigen Sie nur einen internetfähigen Laptop oder PC, stabiles WLAN oder eine LAN-Verbindung. Als Browser werden Mozilla Firefox oder Chrome empfohlen. Eine Installation spezieller Software für die Teilnahme an der Veranstaltung ist nicht nötig.
Einführungsvortrag
Was ist los in Brandenburg? Digitale Bildung im ländlichen Raum
Ein Überblick von Marc Rüdiger, Bildungsreferent Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein
Zum Vortrag
Arbeit in parallelen Workshops
Gruppe 1: Digitale Bildung im ländlichen Raum
(Anne Mahr, Bildungsreferentin mit Schwerpunkt Arbeiten im digitalen Raum, stuhlkreis_revolte-Kollektiv)
Der ländliche Raum ist leider häufig benachteiligt bei vielen Angeboten und Projekten. Auch im digitalen Sektor wurde viele Jahre versäumt, Bildungsangebote für Jung und Alt anzubringen. Dabei ist besonders durch die Vernetzung des Internets vieles möglich, was vor einigen Jahren noch nicht ging, dass nämlich der Ort nicht mehr derartig entscheidend ist wie zuvor. Dennoch benötigt es gezielte Angebote, um die medialen und digitalen Möglichkeiten sinnvoll und effektiv einzusetzen.
Im Workshop “Digitale Bildung im ländlichen Raum” soll es eine Übersicht über bereits bestehende Möglichkeiten, Angebote und best-practice-Methoden geben, die digitale Bildung im ländlichen Raum erfahrbar macht.
Zur Dokumentation
Gruppe 2: Online-Seminare planen und durchführen
(Ketie Saner, Bildungsreferentin mit Schwerpunkt Arbeiten im digitalen Raum, stuhlkreis_revolte-Kollektiv)
Es werden die gängigen Videokonferenztools wie Zoom, Big Blue Button und Webex vor- und gegenübergestellt. Gezeigt werden Kollaborationstools wie Padlet, Miro, Mural, Collaboard, dazu Möglichkeiten wie Wonder.me, Teams, Discord und andere. Der Fokus liegt darauf, praxisorientiert zu zeigen, wie diese Tools richtig einzusetzen sind sowie die Besonderheiten des digitalen Arbeitens zum Vorteil genutzt werden können.
Im Workshop “Online-Seminare planen und durchführen” werden die Besonderheiten der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung erklärt und Tipps für die Durchführung mit praktischen Methoden zum Mitmachen und Ausprobieren erlebbar gemacht.
Gruppe 3: Digitale Jugendarbeit und Vernetzung
(Marc Rüdiger, Bildungsreferent mit Schwerpunkt Digitale Medien und Demokratie)
Jugendarbeit lebt vom Miteinander, meist vor Ort in Jugendeinrichtungen und an Schulen. Mit den Kontaktbeschränkungen wurde vielerorts das Ende der klassischen Jugendarbeit ausgerufen. Die Jugend untereinander bleibt aber in Kontakt und nutzt hier digitale Angebote, die auch für die Jugendarbeit genutzt werden können. Dabei gilt es, den Reiz von sozialen Plattformen nachvollziehen zu können und richtig einzusetzen, damit die Jugendlichen bei WhatsApp oder Instagram nicht genervt, sondern bereichert sind.
Im Workshop “Digitale Jugendarbeit und Vernetzung” geht es um die Funktionsweisen der diversen Social Media und Kommunikationsplattformen sowie welche Methoden sich bewährt haben, um mit Jugendlichen in Kontakt zu bleiben.
Zur Dokumentation
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Die Trägertagung war ein Auftakt und Anstoß für den weiteren Austausch zur digitalen politischen Bildung im Land Brandenburg. Die Teilnehmenden wünschten sich zukünftig noch differenziertere Angebote, die den unterschiedlichen Herausforderungen und Zielgruppen gerecht werden.
Mehr dazu im Tagungsbericht.
© BLPB
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