„Ein Bündnis zwischen Bildung und Justiz“

Veranstaltung

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zur Erarbeitung von Bildungs- und Erziehungsstrukturen zur Stärkung von (Menschen-)Rechts- und Demokratiebewusstsein, Empathie und Rechtsverhalten in der interkulturellen Zivilgesellschaft des 21. Jahrhunderts und zur Verhinderung von Rechtsextremismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. „Angstfaktor jugendliche Brutalität. Wir müssen Mit-leidsfähigkeit und Rechtsbewusstsein von Kindern und Jugendlichen fördern “ Nicht erst seit dem Massaker am Erfurter Gutenberg Gymnasium haben Lehrer Angst vor ihren Schülern; Erzieher Angst vor ihren Zöglingen. Mobbing und Quälerei an Schulen, wie etwa an der Berufsschule in Hildesheim, an der Schüler einen Mitschüler monatelang quälten und dies auch noch auf Video aufzeichneten, scheinen nur die Spitze des Eisbergs von zunehmender Abgestumpft-heit und Verrohung junger Menschen im Alltag zu sein. „Zu den entscheidenden Ursachen gehören mangelnde Empathiefähigkeit und fehlendes Rechtsbewusstsein“, sagt Sigrun von Hasseln, die Vorsitzende des Bundesverbandes der Jugendrechtshäuser Deutschland e.V.. Sie wird als Vorsitzende Richterin der großen Jugendstraf- und Jugendschutzkammer des Landgerichts Cottbus täglich mit diesen Problemen konfrontiert. Der Bundesverband der Jugendrechtshäuser, der im Mai 2002 gegründet wurde und mittlerweile in zehn Bundesländern vertreten ist, hat sich u.a. zum Ziel gesetzt, in einem „Dialog zwischen Bildung und Justiz“ Wertevermittlung, Rechtsbewusstsein, Menschenrechtskenntnisse und Demokratieverständnis in Kindergärten und Schulen zu tragen. Insbesondere soll auf die Entwicklung von Empathiefähigkeit hingewirkt werden. Mit der 2. Potsdamer Fachkonferenz „Ein Bündnis zwischen Bildung und Justiz“, die vom 2. bis 4. September 2004 in der Potsdamer Staatskanzlei, Brandenburg-Saal stattfindet, sollen Bildungs- und Erziehungsstrukturen erarbeitet werden. Probleme wie Extremismus und Fremdenfeindlichkeit –– könne mit einer gezielten Aufklärungsarbeit in den Schulen begegnet werden. Als unabdingbar wird ein gesamtgesellschaftliche Ansatz gesehen. So wird der Rektor der Lessing-Hochschule Berlin, Prof. Dr. Bernd Guggenberger, in dem einführenden Leitreferat die Frage stellen, ob „es aus gesamtgesell-schaftlicher Sicht heute einen größeren gesellschaftspolitischen Bedarf an Rechtsbewusstsein in der Bevölkerung als bisher gibt.“ Der Vorsitzende des Deutschen Richterbundes und Präsident des Land-gerichts Osnabrück, Wolfgang Arenhövel, wird erörtern „wie die Justiz zu einem Bündnis aus Bildung und Justiz beitragen kann“ Eröffnet wird die Konferenz von Brandenburgs Bildungs- und Jugendminister Steffen Reiche (SPD) und seiner Amtskollegin, der Justiz- und Europaministerin, Barbara Richstein (CDU). Neben zwei Leitreferaten und Podiumsdiskussionen wird es mehrere Workshops sowie die Vorstellung eines Theaterstücks zum Thema geben. Programm und weitere Infos: www.potsdamer-fachtagung.de

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