Ein Geschichtsbuch mit verschiedenen Perspektiven? Geht das?

Podiumsdiskussion

Bereits im Herbst 2006 regte Frank-Walter Steinmeier, als damaliger Außenminister, ein deutsch-polnisches Geschichtsbuch an. Sein polnischer Amtskollege griff die Idee auf, und beide beauftragten die Gemeinsame Deutsch-Polnische Schulbuchkommission, hierfür ein Konzept zu entwickeln. Deutschland und Polen teilen eine lange, komplexe zum Teil auch sehr schwierige Geschichte. Umso bemerkenswerter ist es, dass es trotz unterschiedlicher Positionen und historischer Kontroversen gelang, das Projekt gemeinsam umzusetzen. Die ersten Bände liegen vor, die Arbeit für die nächsten beiden geht auf die Zielgerade.

Bildungsministerin Britta Ernst lobte vor kurzem einen Wettbewerb aus, bei dem sich Brandenburger Grundschulen und weiterführende Schulen um die Bände 1 und 2 der Schulbuchreihe „Europa – Unsere Geschichte“ bewerben konnten. Ziel war es, sich mit den Inhalten und der Gestaltung des Geschichtsbuchs vertraut machen und weitere Anregungen zu geben. Welche Ereignisse der europäischen Geschichte sind für das polnische Selbstverständnis und die Deutung der Gegenwart zentral und welche für das deutsche? Wie wird Perspektivenvielfalt respektiert und in einem gemeinsamen Schulbuch didaktisch umgesetzt? Diese und andere Fragen sollen debattiert werden.

Gäste

  • Frauke Hagemann (Eduversum-Verlag Wiesbaden)
  • Prof. Dr. Robert Traba (Institut für Politische Studien der Polnischen Akademie der Wissenschaften, Warschau)
  • Dr. Thomas Strobel (Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg)
     

Wir machen darauf aufmerksam, dass während unserer Veranstaltungen gelegentlich Film-, Bild- und Tonaufnahmen angefertigt und gegebenenfalls veröffentlicht werden. Wenn Sie Einwände haben, kommen Sie bitte vor der Veranstaltung auf uns zu.

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Eine großartige Veranstaltung, die Lust macht, die Schulbücher auch als Erwachsener zu lesen. Wie viel Leidenschaft, wie viel Kenntnis, wie viel Humor und Leidenschaft steckt in diesem Projekt! Europa von unten erzählen und dezentralisieren. Das ist spannend und lohnend. Danke an Frau Hagemann, Prof. Traba, Dr. Strobel und an die Landeszentrale für diesen Abend. Es hat sich unbedingt gelohnt.

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