
Die Idee der roten Schuhe als Symbol für Morde und Gewalt an Frauen entstand 2009 als Kunstaktion der mexikanischen Künstlerin Elina Chauvet, deren Schwester vom eigenen Mann erschlagen wurde. Die Farbe Rot steht dabei symbolisch für das Blut getöteter Frauen. Das Motiv wurde vielfach aufgegriffen so wie auf diesem Foto. Der 25. November ist der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt an Frauen.
Darüber sprechen wir in unserem Mittagsgespräch:
Das Phänomen ist nicht neu – Frauen werden ermordet, weil sie Frauen sind. Diesen Zusammenhang beschreibt der Begriff Femizid. Mit Deutschland werden diese Femizide häufig nicht in Verbindung gebracht. Die Statistiken der Polizei sind jedoch eindeutig: Jeden dritten Tag wird in Deutschland eine Frau getötet, meist von ihrem Partner oder Ex-Partner. Jeden zweiten Tag gibt es einen Tötungsversuch – die Dunkelziffer liegt dabei vermutlich noch höher.
Femizide sind ein gesamtgesellschaftliches Problem. Doch oft wird es als „Familientragödie” oder als „private Angelegenheit” bezeichnet, wenn Männer über das Leben und Überleben von Frauen entscheiden. Woher kommt diese Gewalt gegen Frauen? Was wird getan, um Femizide zu verhindern? Darüber sprechen wir mit der Journalistin Julia Cruschwitz. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Carolin Haentjes hat sie ein Buch über Femizide in Deutschland geschrieben und dafür mit Betroffenen gesprochen, Gerichtsprozesse verfolgt, Anwältinnen, Polizeibeamte, Politikerinnen und Politiker befragt.
Zu Gast: Julia Cruschwitz, Journalistin und Buchautorin
Seit 2003 als freie Autorin für verschiedene Politmagazine des MDR tätig. Für Ihre Beiträge wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Brandenburgischen Frauenwoche statt.
Wir machen darauf aufmerksam, dass während unserer Veranstaltungen gelegentlich Film-, Bild- und Tonaufnahmen angefertigt und gegebenenfalls veröffentlicht werden. Wenn Sie Einwände haben, kommen Sie bitte vor der Veranstaltung auf uns zu.
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