Die Straße von Castelnuovo Berardenga nach Siena
Castelnuovo Berardenga liegt etwa 15 km östlich von Siena. Dieser mittelalterliche ländliche Ort erstreckt sich auf einem sanft auslaufenden Chiantihügel. Hier befinden wir uns im Grenzbereich des Anbaugebietes Chianti classico “Gallo Nero” und des Gebietes der trockenen und tonigen “Crete” von Asciano. Die Straße führt vorbei an den Villen von Pacina und Montegiachi und fällt sanftgeschwungen ab zur tiefer gelegenen Anhöhe des geschichtlichen Schauplatzes Montaperti. Auf einem Zypressen bekrönten Hain in Form eines markanten Kegels zeugt ein Denkmal on einer berühmten Schlacht: Im Talgrund des Flüsschens Arbia schlug im Jahre 1260 die Stadtrepublik Siena die übermächtige Streitmacht von Florenz in die Flucht. Die Arbia überquerend führt nun die Straße hinauf nach Montechiaro und biegt ab nach Süden zum kleinen Ort Taverne d’Arbia. Hier beginnt das Hügelgebiet der “Crete”, eine ungewöhnliche Landschaft, die uns Ambrogio Lorenzetti im Palazzo Pubblico zu Siena so großartig dargestellt hat. Von Leonina aus schweift der Blick rundum über einsame goldene Kornfelder. Die Anhöhen sind spärlich besetzt von diskret hingetupften Zypressen und asketisch kubischen Bauernhäusern. Über Dueponti erreicht man das mauerbewehrte, einst so mächtige Siena. Seine Kunstwerke erzählen von einer glanzvollen Blüte. Im Rathaus der gotischen Stadt befinden sich die zu eindringlichen Bildern gewordenen Symbole einer großartigen Epoche der Kunst. Es sind die monumentalen Fresken von Simone Martini: “Maestà” und “Guidoriccio da Fogliano”.
YouTube: Hubert Lang: Die Straße von Castelnuovo Berardengavnach Siena
Teilen auf
Bewertung
Neuen Kommentar hinzufügen