
Vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hatten neun junge Menschen für ihr Recht auf Zukunft geklagt. Ende April 2021 haben sie Recht bekommen: Klimaschutz darf nicht länger in die Zukunft und damit einseitig zu Lasten der Grund-und Freiheitsrechte junger Generationen hinausgezögert werden.
Aber nicht nur junge Menschen, sondern auch die ältere Generation engagiert sich. In der Schweiz sind es die KlimaSeniorinnen, die für ihre Rechte auf Leben und Gesundheit den Klimaklageweg beschritten haben. Mit ihrem Anliegen ist mittlerweile der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte befasst.
In dem Seminar werfen wir einen Blick hinter die Kulissen strategischer Prozessführung im deutschsprachigen Raum und beschäftigen uns u.a. mit folgenden Fragen:
Inwieweit ähneln und worin unterscheiden sich die beiden nationalen Verfahren in ihrer Herangehensweise und juristischen Argumentation? Was hat es mit dem deutschen Klimaschutzgesetz und dem schweizerischen CO2-Gesetz auf sich und warum bleibt die Politik hinter ihren Klimaschutzpflichten zurück? Warum sind die einen Kläger*innen auf dem nationalen Rechtsweg erfolgreich, während die anderen bis nach Straßburg ziehen müssen?
Gemeinsam mit den Anwältinnen Roda Verheyen und Cordelia Bähr diskutieren wir die juristischen Aspekte beider Verfahren. Und wir laden die KlimaSeniorinnen und Fridays for Future ein, um über ihren Aktivismus und das Thema Klimawandel als Generationenfrage ins Gespräch zu kommen.
Referent*innen
- Dr. Roda Verheyen, Rechtsanwältin
- Cordelia Bähr, Rechtsanwältin
- Pia Hollenstein, KlimaSeniorinnen
- Linus Steinmetz, Fridays for Future
Moderation: Caterina Freytag, Germanwatch
Kontakt: Annette Kraus, kraus@boell.de
Zur Vorbereitenden Lektüre empfehlen wir: Klima und Umweltklagen – strategische Klagen im Allgemeininteresse
Teilen auf
Neuen Kommentar hinzufügen