Ausgangspunkt für die Produktion von Villenkolonien zwischen Potsdam und Berlin im 19. und frühen 20. Jahrhundert waren die besonderen Reize der Uferlandschaft entlang der Havelseen. Der Vortrag fokussiert diesen Landschaftsraum und gibt einen Überblick zur Topographie, den Entwicklungsphasen und den Akteuren der Villenkolonien zwischen Potsdam und Berlin. Thematisiert werden historische Rahmenbedingungen für die Entdeckung diese Transitraumes zwischen den Residenzstädten als Wohnort des urbanen Großbürgertums, die Rolle der Architekten, räumliche und bauliche Konzepte und Formen ihrer Realisation sowie die Ausformung gesellschaftlicher Netzwerke. Akteure und Entwicklungsdynamiken dieser exklusiven Lebenswelten liefern Hinweise zum gesellschaftlichen Hintergrund der wirtschaftlichen und politischen Innovations- und Modernisierungskräfte in der Region Berlin-Potsdam im 19. und frühen 20. Jahrhundert.
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