Eröffnung der 11. Ökofilmtour durch Dr. Carolin Schilde (Staatssekretärin im Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft)
Im Zusammenhang mit der Klimakonferenz in Paris spielt die Dekarbonisierung eine gravierende Rolle, um weltweit das Klima zu erhalten. Selten wird dabei an Moore gedacht, Hauptrolle in diesem Film. Fünf Jahre lang war das Drehteam dafür an 80 Orten in Deutschland, Finnland, Tschechien, Schweden, Dänemark, Norwegen und der Slowakei unterwegs. Jan Haft, einer der berühmtesten deutschen Naturfilmer, macht diesen Lebensraum zum unvergesslichen Erlebnis.
Weniger als drei Prozent der Erdoberfläche sind heute von Mooren bedeckt. Aber diese Moore speichern in ihrem Torf mehr Kohlenstoff als die tropischen Regenwälder, die Nadelwälder der Taiga und alle sonstigen Wälder zusammen. Die heute noch lebenden Moore der Welt binden jährlich 200 Millionen Tonnen CO2. Zerstört man sie, fehlt künftig nicht nur dieser Klimaspeicher, sondern sind die über Jahrtausende gebundenen Treibgase freigesetzt. Eine wirkungsvolle Renaturierung wird ebenfalls viele Jahrhunderte dauern.
Weltweit werden durch Torfabbau und Urbarmachung jährlich 5.000 Quadratkilometer Moore vernichtet. Sie zu erhalten oder wieder zu vernässen ist fester Bestandteil der Klimastrategie auch des Landes Brandenburg. Erzählt von Grimme-Preisträger Axel Milberg, ist ein Blick, der so noch nie zu erleben war, auf Pflanzen, Tiere und Lebensformen entstanden, die ganz in unserer Nähe zu finden sind. Mit dem bekannten Moorexperten Prof. Michael Succow als Fachberater wurde der Film zu einer wissenschaftlich exakten und emotional packenden Einladung, sie mit geschärftem Bewusstsein neu zu entdecken.
Filmgespräch mit
- Jan Haft | Regisseur, Drehbuch, Schnitt
- Melanie Haft | Produktion, Produktionsleitung
- Prof. Dr. Michael Succow | Moor-Experte, Träger des Alternativen Nobelpreises
- Dr. Holger Rößling | EU-Life Projekt „Kalkmoore“ des NaturSchutzFonds Brandenburg
Moderation: Ernst-Alfred Müller | Leiter der Ökofilmtour, FÖN e.V.
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