
Wollbienen, Sandbienen und Holzbienen leben solitär in selbst ausgehobenen Nistplätzen, wo sie ihren Nachwuchs aufziehen. Viele von ihnen koexistieren mit bestimmten Pflanzengattungen, für die sie morphologisch optimal angepasst sind, um an den süßen Nektar zu gelangen. Doch in ihrem Lebensraum breitet sich ein Unheil aus: An den gelben Blüten schwirren Hunderttausende von gezüchteten Honigbienen, die die Wildbienen verdrängen. Der Lebensraum der Wildbienen schwindet, und mit ihnen auch die Pflanzen, die sich über Millionen Jahre auf ihre treuen Bestäuberinnen verlassen konnten.
Smarte Insekten - Wie winzige Gehirne Geniales leisten
Ob Wespen, Bienen, Hummeln oder Ohrwürmer, ihre Gehirne sind winzig, doch sie sind hochintelligent. Sie können Gesichter erkennen, perfekt navigieren und schwierige Denkaufgaben lösen. Neueste Forschung zeigt, dass Insekten lange unterschätzt wurden. Hummeln bestehen Verhaltenstests, die auch intelligente Krähen schaffen, und nutzen Werkzeuge, um an Zuckerwasser zu gelangen. Verhaltensbiologin Elizabeth Tibbets staunt über das Lernvermögen ihrer Papierwespen. Diese Tiere können Gesichter abspeichern, Kämpfe analysieren und strategisch denken. Insekten sind lernfähig und speichern Bilder, Formen und Erfahrungen. Überraschend ist, dass Insekten unterschiedliche Persönlichkeiten haben und sich besser an Umweltveränderungen anpassen können, was einen evolutionären Vorteil darstellt.
Anschließendes Filmgespräch mit dem Diplom-Biologen Frank Gottwald.
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