Das "Amerikanische Jahrhundert" (Henry Luce) ist vorbei, auch wenn nach dem Ende des Kalten Krieges noch einmal für kurze Zeit die USA als einzige verbliebene Weltmacht eine Sonderrolle zu spielen schienen. Mit dem Erstarken Chinas und, vielleicht noch wichtiger, dem Aufkommen neuer Mächte im Globalen Süden (Indien, Brasilien) und der einstweilen ungeklärten Rolle Russlands und Nord Koreas sind die Vereinigten Staaten nicht einmal mehr primus inter pares, also Erster unter Gleichen.
Genau um dieses Problem kreist, soweit bisher absehbar, die Außenpolitik der Trump Administration. "Make America Great Again", die Rückkehr zu imperialer Größe, wird als außenpolitisches Programm eine Zielmarke sein, die sich nicht oder nur teilweise (s. Naher Osten) realisieren lässt.
Ausgehend von der Hypothese einer Marginalisierung der USA innerhalb einer neuen, multipolaren Weltordnung wird der Vortrag die politischen, strategischen, aber auch kulturellen Folgerungen diskutieren, die sich aus dieser Konstellation ergeben.
Referent: Prof. Dr. Rüdiger Kunow - Er ist emeritierter Professor für Amerikanistik an der Universität Potsdam und lehrte an den Universitäten Würzburg, Nürnberg, Freiburg, Hannover, Magdeburg und arbeitete als Research Fellow an der University of California, Santa Cruz. Längere Zeit war er auch Gastprofessor an der University of Texas in Austin, der State University of New Mexico, Albuquerque, und der State University of New York in Albany. Er ist Gründungsmitglied von ENAS, der Europäischen Union
Teilen auf
Neuen Kommentar hinzufügen