
Wirtschaftlicher Wandel und Abgehängtsein als spürbarste Erfahrung -Die Treuhand als ihr problematischstes Symbol. Mit der Wiedervereinigung ging die Deindustrialisierung der neuen Bundesländer einher. Für viele Ostdeutsche bedeutete dies jahrelange wirtschaftliche Unsicherheit und heute kleine Renten.
Marcus Böick hat eine beeindruckende Monografie zur Aufarbeitung der Treuhand vorgelegt. Gemeinsam mit ihm als Experten soll über die Bedeutung der Treuhand für ostdeutsche Wirtschaft und dessen Arbeitsweise diskutiert werden.
Außerdem haben wir Larissa Depisch eingeladen, die uns von ihren empirischen Studien im ländlichen Raum berichten kann. Sie hat sich gefragt, wie das Gefühl des Abgehängtseins sich auf politische Einstellungen auswirkt. Böick und Deppisch können mit ihrem Fachwissen die öffentliche Publikumsdiskussion mit Fakten unterfüttern.
Wichtig ist es aber auch, dass die Biesenthaler*innen mit ihren Erfahrungen und Erlebnissen des wirtschaftlichen Umbruchs zu Wort kommen. Die Diskussion wird live über Zoom übertragen.
Zoom-Meeting beitreten
https://hu-berlin.zoom.us/j/95108822033?pwd=QzBUS0loK0JJbm93K2pZaVdCU1Bsdz09
In den Jahren 2019/2020 jähren sich die Leipziger Montagsdemonstrationen, der Berliner Mauerfall, die ersten freien Wahlen in der DDR, die Einführung der D-Mark und die gesamtdeutsche Wiedervereinigung zum 30sten Mal. Wir wollen diese Jahrestage zum Anlass nehmen, um über die Zeit damals und ihre Folgen für die Menschen und die Region Biesenthal ins Gespräch zu kommen. Wir laden Wissenschaftler*innen, Zeitzeug*innen und Künstler*innen ein, um gemeinsam die Zeit der Wiedervereinigung und die 30 Jahre danach zu diskutieren und uns auch zu fragen, was wir für die Gegenwart und Zukunft daraus lernen können.
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