Die Haupt- und Residenzstadt des Russischen Reichs hatte seit ihrer Gründung im Jahr 1701 eine rasante Entwicklung durchgemacht. Als wirtschaftliches und kulturelles Zentrum eines riesigen Imperiums hatte die Metropole große Ausstrahlung in die ganze Welt. In ihrer multiethnischen Bevölkerung spielten seit jeher die Deutschen eine überproportional bedeutende Rolle.
Im Sommer 1914 wurden viele dieser Petersburger Deutschen zu »feindlichen Ausländern«. Der Verlauf des Weltkrieges und die beiden Revolutionen von 1917 stürzten das ganze Land in die Katastrophe. St. Petersburg, seit 1924 in »Leningrad« umbenannt, das seine Funktion als Hauptstadt an die Rivalin verlor, konnte bis heute diese Zurücksetzung nicht kompensieren …
Vortag von Prof. Dr. Jan Kusber
Eine Veranstaltung des Deutschen Kulturforums im Rahmen des Jahresschwerpunkts 2014 Zeitenwende 1914. Das östliche Europa zwischen Aufbruch und Abgrund. In Kooperation mit der Urania Potsdam
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