Etwa 100.000 Menschen jüdischen Glaubens leben heute in Deutschland. Selbstverständlich ist das nicht. Sie leben in einem Land, das sie auslöschen wollte. Sie sind Deutsche, Israelis, Ukrainer/innen, Argentinier/innen, wenige hier seit Generationen, viele zugezogen für immer oder auf Zeit. Die Gläubigen und die Säkularen, die Orthodoxen und die Liberalen. Wir wissen zu wenig über sie, sehen sie oft nur als Opfer. Der Geschichte und der Gegenwart, des Antisemitismus und der Klischees.
Die Filmemacherin Yael Reuveny fragt seit vielen Jahren nach ihrem Alltag, nach Lebenswegen und Überzeugungen und porträtiert so die Vielfalt jüdischen Lebens in der Bundesrepublik.
In der Videoreihe #systemrelevant stehen Jüdinnen und Juden im Zentrum, die in Berufen der Daseinsvorsorge und der öffentlichen Infrastruktur arbeiten. In Kitas und Schulen, Krankenhäusern und Impfzentren, bei der Polizei, der Bundeswehr und den Rettungsdiensten. Wie haben sie die Pandemie erlebt? Empfinden sie sich selbst als „systemrelevant“ in Deutschland? Und was soll das überhaupt heißen?
#systemrelevant ist ein Beitrag der Heinrich-Böll-Stiftung zum Festjahr 1700 Jahre jüdisches Leben auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands.
Abhängig von der Pandemielage wird die Veranstaltung in der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin stattfinden oder als Onlineformat durchgeführt. Nähere Informationen zum Ablauf der Veranstaltung und zur Anmeldung veröffentlichen wir rechtzeitig auf dieser Seite.
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