Wie sich die Covid-19-Krise auf Frauen und LSBTIQ auswirkt

Online-Gesprächsreihe zu Folgen und Umgang mit der Pandemie

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Frau mit Mundschutz

In der ganzen Welt hat die Covid-19-Krise wie kein Ereignis zuvor die frappierenden Ungleichheiten zwischen allen Geschlechtern sichtbar gemacht und verstärkt. Es scheint, als ob in Folge der Pandemie in kürzester Zeit 25 Jahre feministischer Errungenschaften verloren gegangen seien, wie auch eine Erhebung der UN Women nahelegt.

Frauen schultern den größten Teil der Sorgearbeit und arbeiten in Jobs, die schlecht bezahlt werden, aber essentiell für den Fortbestand von Gesellschaften sind. Es ist nichts Neues, dass geschlechtsspezifische Gewalt Frauen in besonderem Maße trifft. 

Allerdings wachsen in der Zeit der erzwungenen Quarantänen und mangelnder Rückzugsmöglichkeiten in den Wohnungen Stress, Alkoholkonsum und Aggression. Frauenrechtsorganisationen und soziale Einrichtungen weltweit schlagen Alarm und belegen den Anstieg häuslicher Gewalt. Aber auch LSBTIQ-Menschen sind oftmals in ihren Familien nicht sicher, und können der Gewalt und den Diskriminierungen während des Lockdowns nicht entfliehen. Trans* und intergeschlechtliche*-Personen beschreiben eindrücklich, wie sich ihre psychische Gesundheit während der Pandemie verschlechtert hat.

Doch die Aufmerksamkeit, die in der Öffentlichkeit den ökonomischen und sozialen Folgen der Pandemie geschenkt wird, lässt weiterhin meist eine Geschlechterdifferenzierung vermissen. Wie so oft in der Geschichte besteht auch diesmal das Risiko, dass die geschlechterpolitischen Konsequenzen und Perspektiven in der Zeit einer großen Krise als nicht prioritär angesehen und dadurch geschwächt werden. 

Am Beispiel Brasilien und Horn von Afrika blickt die sechste Ausgabe von Böll.Global mit einem intersektionalen feministischen Fokus auf die Pandemie. Mit unseren Kolleg*innen aus Rio de Janeiro und Nairobi sprechen wir über die Herausforderungen, die die Pandemie für Frauen und LSBTIQ mit sich bringt. Dabei wollen wir, unter anderem, folgende Fragen diskutieren: Welche Herausforderungen begegnen Frauen und LSBTIQ während der Pandemie? Inwieweit betrifft die ökonomische Vulnerabilität Frauen und LSBTIQ in besonderem Maße? Was bedeutet die Zunahme von geschlechtsspezifischer Gewalt für Frauen und LSBTIQ?  Welche Möglichkeiten und Chancen bieten sich in der Pandemie für Frauen und LSBTIQ? 

  • Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung diskutiert mit:
  • Jana Prosinger, Globale Einheit für Feminismus und Geschlechterdemokratie,
  • Ulf Terlinden in Nairobi, Kenia und 
  • Annette von Schönfeld in Rio de Janeiro, Brasilien
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