
In der Wirtschaftskrise gibt es im progressiven Spektrum der deutschen Gesellschaft zwei unterschiedliche, scheinbar widerstreitende Erzählungen: Die einen setzen darauf, durch kräftige staatliche Investitions- und Konjunkturprogramme die Wirtschaft rasch wieder zum Laufen zu bringen. Dafür müssen Schulden aufgenommen werden, und wenn die Programme ökologisch sinnvoll ausgerichtet werden, dann hat auch der Klimaschutz etwas davon.
Andere bestehen darauf, dass gerade jetzt in der Krise die Gelegenheit, ja die unabweisbare Notwendigkeit bestehe, unser Wohlstandsmodell grundsätzlicher zu hinterfragen und Wirtschaft neu zu denken: Wozu brauchen wir Wachstum? Was verstehen wir unter Fortschritt und Innovation? Gibt es zwischen Markt und Staat nicht auch ein Drittes, die Gemeingüter?
Mit:
- Maja Göpel, Politökonomin, Generalsekretärin des Wissenschaftlichen Beirats Globale Umweltveränderungen und Honorarprofessorin an der Universität Lüneburg
- Tom Krebs, Professor für Makroökonomie und Wirtschaftspolitik an der Universität Mannheim und Gastprofessor am Bundesfinanzministerium
Moderation: Jörg Haas, Referent für Internationale Politik, Heinrich-Böll-Stiftung
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