
Wer noch vor einigen Monaten dachte, die nächste Bundestagswahl sei ein Selbstläufer und sich schon an den Gedanken gewöhnt hatte, dass die ewige Kanzlerin noch eine Amtszeit dran hängt, reibt sich plötzlich verwundert die Augen: Mit der Wahl des SPD-Kanzlerkandidaten ging ein Ruck durch die Gesellschaft – und plötzlich werden die Debatten wieder spannend, der Wahlkampf interessant und der Ausgang ungewiss.
Geht es darum, sich für die eine oder den anderen Kandidaten und deren bzw. dessen Partei zu entscheiden, sprechen Politologen inzwischen von der „Herrschaft des Irrationalen“. Das macht es nicht leicht. Weder für den Wähler noch für die Partei und den jeweiligen Kandidaten an der Spitze. Ist es das Wahlprogramm oder doch die Frisur oder die Brille? Vielleicht überzeugt die Leidenschaft? Oder besser die nüchterne Sachlichkeit, die den oder die Kandidat/in für das Amt am besten geeignet erscheinen lassen?
Die politische Karikatur kann hilfreich sein, um die Informationsflut zu ordnen, Wahrheiten von alternativen Fakten zu unterscheiden und Nachrichten statt Fake News zu vertrauen. Mit viel Witz und noch mehr Sachkenntnis stehen sechs Karikaturisten und eine Karikaturistin bereit, um Hintergründe zu erhellen und Aussagen zu verdeutlichen. So wird die Auseinandersetzung gefördert und das Nachdenken angeregt, bevor es am 24. September heißt: „Wählen? Ja bitte!“
Es spricht:
- Jérémie Gagné, Projektleiter bei policy matters, Gesellschaft für Politikforschung und Politikberatung mbH
Es musizieren:
- Ralf Benschu (Saxophon)
- Karsten Intrau (Gitarre)
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