Nacht-Denken – Nachdenken

Das ehemalige Gefängnis bei Nacht

Lange Nacht mit Veranstaltungen

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Werden Sie nicht nachdenklich? Bestaunen Sie die Entwicklung des Zuchthauses Cottbus seit 1860 in einer Bildprojektion und anhand von Originaldokumenten. Sprechen Sie mit ehemaligen politischen DDR-Häftlingen in den Musterzellen und einer Arrestzelle. Informieren Sie sich über den Stand der Rekonstruktion und die Zukunftsvisionen der Gedenkstätte.

Im nächtlichen Ambiente warten auf Sie verschiedene Veranstaltungen, kompetente Referenten und viele Impulse zum Nachdenken.


Programm

Es handelt sich um eine Reihe von Aktionen, die entweder zur vollen Stunde oder durchgehend angeboten werden. Der Besucher bekommt zum Anfang eine Empfehlung zum Ablauf (u. a. mit Hilfe eines Orientierungsplans), entscheidet aber selber, in welcher Reihenfolge und wie lange er etwas tatsächlich in Anspruch nimmt.
 

19:00, 20:00, 21:00, 22:00, 23:00
EINBLICKE: 150 Jahre Gefängnis-Architektur
Präsentation, Infostand, Diskussion
Bestaunen Sie eine Bildprojektion zu der architektonischen Entwicklung und funktionalen Nutzung des Gefängnisgeländes in Cottbus seit 1860. Entdecken Sie Dokumente aus der Zeit des Preußischen Königreiches, der beiden Weltkriege und der SED-Herrschaft. Welche baulichen Veränderungen wurden durchgeführt, wie vollzog sich der Wiederaufbau nach der Zerstörung 1945? Tauschen Sie sich mit unserem Personal über die Aus-und Umbaumaßnahmen in den letzten 150 Jahren aus.

19:00-24:00
Musterzellen
Ausstellung, Gesprächsrunde
Die Strafvollzugseinrichtung Cottbus gehörte zu den größten Gefängnissen der DDR mit einem hohen Anteil an politischen Gefangenen. Von hier aus wurden auch die meisten politischen Häftlinge in die Bundesrepublik freigekauft. In rekonstruierten Zellen aus vier verschiedenen Jahrzehnten und einem „Erzieherzimmer“ können Sie sich über die Haftbedingungen und über den damaligen Gefängnisbetrieb informieren. In einer Lesung mit einem ehemaligen politischen DDR-Häftling tauchen Sie in die Zeiten der mutigen Menschen, die für ihre Menschenrechte fast alles riskiert haben.
 

19:00-24:00
Zwischen Umbau und Rekonstruktion
Infostand, Aktion
Wie war es möglich, dass ein Verein, der zum größten Teil aus ehemaligen politische Häftlingen besteht, nun eine Gedenkstätte besitzt? Welche Um- und Ausbaumaßnahmen liegen seitdem hinter uns? Welche Zukunftspläne haben die Beteiligten? Wer sind die Helfer, die den Verein bei der Realisierung der Vision einer Gedenk-, Bildungs-und Begegnungsstätte unterstützten?


19:00, 20:00, 21:00, 23:00, 24:00
Kartoffelschälkeller und Arrestzellen
Präsentation, Vortrag
Besuchen Sie die ehemaligen Arrestzellen im Keller des Hauses I in der Gedenkstätte. Diese Räume dienten in der früheren Strafvollzugseinrichtung der Absonderung von besserungsunwilligen Häftlingen. Folgen Sie den Ausführungen eines Zeitzeugen und gewinnen Sie durch eine virtuelle Projektion eine Vorstellung von diesem Ort.


19:00, 20:00, 21:00, 23:00, 24:00
Wie ein Denkmal entsteht
Präsentation, Infostand
Auf jedem Stein steht der Name eines Maueropfers. Das Gesamtwerk soll an die Todesopfer an der innerdeutschen Grenze erinnern. Auf dem Hof der Gedenkstätte entsteht ein Mahnmal in Form der früheren DDR-Grenzen.

19:00-24:00
Wenn Kunstwerke sprechen: die Zeitzeugenzelle
Ausstellung, Gesprächsrunde
Viele der politischen Häftlinge haben bis heute an den Folgen ihrer Haft zu tragen. Einige von ihnen, die in Cottbus inhaftierten waren, bringen ihre Erinnerungen und Eindrücke in Texten und Kunstwerken zum Ausdruck. So machen sie auf das erlittene Unrecht aufmerksam. Besuchen Sie die Zeitzeugenzelle und treffen Sie auf Einzelschicksale der vielen politisch Verfolgten in Büchern, Gemälden, Skulpturen und Videointerviews.

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